Daten und Fakten
Wie geht es weiter, wenn es einen auffälligen Befund gibt?
Ein auffälliger Befund bedeutet nicht automatisch, dass Sie Krebs haben.
Etwa 30 von 1.000 Frauen bekommen einen auffälligen Befund. Das heißt, dass Veränderungen festgestellt worden sind. Durch die Mammografie sollen alle Veränderungen bemerkt werden. Auch, wenn sie sehr klein sind. Deshalb überprüfen die Ärztinnen und Ärzte alles, was auffällig ist. Wenn etwas auffällig ist, finden weitere Untersuchungen statt. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum Beispiel:
- noch eine Mammografie
- eine Ultraschall-Untersuchung
- eine MRT-Untersuchung
- die Entnahme von Gewebe aus der Brust
Bei etwa 6 von 30 Frauen mit auffälligem Befund werden die Ärztinnen und Ärzte Brustkrebs feststellen. Falls Sie Brustkrebs haben, besprechen die Ärztinnen und Ärzte mit Ihnen, was weiter geschieht. Selbstverständlich können Sie sich auch mit der Ärztin oder dem Arzt Ihres Vertrauens beraten.
Wenn 1.000 Frauen eine Mammografie machen lassen
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Bei regelmaßiger Teilnahme über einen Zeitraum von 20 Jahren
Von 1.000 Frauen werden etwa 2 bis 6 Frauen vor dem Tod durch Brustkrebs bewahrt
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Bei regelmaßiger Teilnahme über einen Zeitraum von 20 Jahren
Von 1.000 Frauen erhalten etwa 9 bis 12 Frauen eine Überdiagnose
Mammografie nach Zielgruppen & erhöhtes Risiko
- Frauen unter 40 Jahren
Bei Frauen stellt das Alter den größten Risikofaktor für eine Brustkrebserkrankung dar.
Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. In jüngeren Jahren ist das Brustgewebe meist so dicht, dass bei einer Mammografieaufnahme viel schwieriger gesundes von krankem Gewebe unterschieden werden kann. Zudem ist Brustkrebs bei jungen Frauen seltener und ihr Brustgewebe ist empfindlicher gegenüber Röntgenstrahlen.
Es ist nicht auszuschließen, dass die Mammographie aufgrund der deutlich erhöhten Strahlensensibilität des Brustdrüsengewebes bei jungen Frauen sogar schädlich sein kann – aufgrund des Risikos durch wiederholte Röntgenbestrahlung Brustkrebs auszulösen. Daher wird die Mammographie als systematische Früherkennungsuntersuchung für unter 40-jährige Frauen weltweit von keiner medizinischen Fachgesellschaft empfohlen.
- Frauen ab 75 Jahren
Für Frauen ab 75 Jahren gibt es bis heute keine wissenschaftlichen Untersuchungen, um den Nutzen oder Schaden einer Mammographie-Untersuchung beurteilen zu können.1 Nicht zuletzt zeigt die Todesursachenstatistik der Statistik Austria deutlich, dass in diesem Alter andere Erkrankungen im Vordergrund stehen, allen voran Herz-Kreislauf-Erkrankungen.2
Im Unterschied zur Früherkennungsmammographie bei gesunden Frauen ohne Anzeichen einer Brustkrebserkrankung erfolgt die Mammographie zur Abklärung von Beschwerden, bei Krankheitsverdacht, bei einer Brustkrebserkrankung oder im Rahmen der Nachsorge einer Brustkrebserkrankung sowie bei familiär erhöhtem Risiko auf Zuweisung durch die Vertrauensärztin bzw. den Vertrauensarzt.
Referenzen:
1. EBM-Review Center, Medizinische Universität Graz; Mammographie basierte Brustkrebsfrüherkennung, Factsheet – Screeningintervall und Alter der Zielgruppen 2013; www.frueh-erkennen.at/Fachinformationen.html
2. Statistik Austria (2013). Jahrbuch der Gesundheitsstatistik 2012. Wien, Statistik Austria.
- Erhöhtes familiäres Risiko
Frauen mit einem erhöhten Risiko aufgrund der Familienanamnese, können in individuellen Intervallen zur Früherkennung gehen. In diesen Fällen ist jedoch eine Überweisung notwendig.
Sprechen Sie bei Verdacht mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin des Vertrauens.
- Kriterien für ein moderates Risiko für eine Brustkrebserkrankung
Wenn in der Familie Ihrer Mutter oder Ihres Vaters mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt ist, wird eine jährliche Mammografie empfohlen:
- 1 Brustkrebserkrankung vor dem 40. Lebensjahr bei Mutter, Schwester oder Tochter (in begründeten Einzelfällen bei Besorgnis auch bei Vorliegen einer Brustkrebserkrankung bei Mutter, Schwester oder Tochter unabhängig von deren Erkrankungsalter)
- 1 Brustkrebserkrankung unabhängig vom Erkrankungsalter bei Vater, Bruder oder Sohn
- 1 beidseitige Brustkrebserkrankung (davon 1 Brustkrebserkrankung vor dem 50. Lebensjahr) bei Eltern, Geschwistern oder Kindern
- 2 Brustkrebserkrankungen unabhängig vom Erkrankungsalter bei Eltern, Geschwistern oder Kindern
- 1 Brustkrebserkrankung unabhängig vom Erkrankungsalter bei Eltern, Geschwistern oder Kindern und eine Brustkrebserkrankung unabhängig vom Erkrankungsalter bei Großeltern, Tante, Onkel, Nichte, Neffe oder Halbgeschwistern
- 1 Brustkrebserkrankung und 1 Eierstockkrebserkrankung unabhängig vom Erkrankungsalter bei Eltern, Geschwistern, Kindern oder bei Großeltern, Tante, Onkel, Nichte, Neffe, Halbgeschwistern
- 3 Brustkrebserkrankungen unabhängig vom Erkrankungsalter bei Eltern, Geschwistern, Kindern oder bei Großeltern, Tante, Onkel, Nichte, Neffe, Halbgeschwistern
- Kriterien für ein hohes Risiko für eine Brustkrebserkrankung
Ungefähr 5 bis 10 Prozent der Frauen mit Brustkrebs haben eine genetische Veranlagung. Wenn es in Ihrer Familie Fälle von Brustkrebs gibt, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Sie oder er empfiehlt Ihnen weitere Untersuchungen, wenn das notwendig ist.
Wie hoch Ihr persönliches Risiko ist, hängt vom Verwandtschaftsgrad zu den betroffenen Familienmitgliedern ab. Hat beispielsweise Ihre Mutter oder Schwester an Brustkrebs erkrankt, ist auch Ihr eigenes Risiko erhöht. Handelt es sich hingegen um eine entferntere Verwandte, ist eine gesteigerte Gefahr eher unwahrscheinlich.
Wenn Sie aus familiären Gründen ein höheres Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken, ist das Programm für Sie nicht geeignet. Sie bekommen dann eine eigene medizinische Betreuung durch die Ärztin oder den Arzt Ihres Vertrauens. Genauere Informationen finden Sie auch unter: www.brustgenberatung.at
- Mehr zum Thema Brustkrebs
Mehr Informationen finden Sie z. B. auf der Website www.brustgenberatung.at.
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Was ist Brustkrebs, wie läuft eine Mammografie ab und wer kann am Programm teilnehmen? In unseren Fragen und Antworten finden Sie verständliche Erklärungen zu den wichtigsten Themen rund um die Früherkennung, kurz und klar auf den Punkt gebracht.
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